Jeder kann filmen!

Seminarangebot für Firmen, speziell zugeschnitten auf die Anforderungen der technischen Dokumentation.

 

Gern aber auch als Schulung für alle anderen Interessenten, die mit den gestalterischen Mitteln des professionellen digitalen Films mit ihrem einfachen Equipment einsteigen wollen. Sie brauchen am Anfang nicht viel mehr als Ihr iPhone …

Beispielfilme: Der Film zur Funktion der Wechselschaltung ist komplett als Animation in KeyNote entstanden, der zweite wurde mit einer Sony A6000 gefilmt.

Schnitt in MoveAVI und/oder Sceenflow.


Der Erklärfilm zur Brennweite von Objektiven ist mit einer Sony A5000 gedreht, mit Screenflow geschnitten. Der Text ist vom selbstgebauten Prompter gelesen.

 

Die Einführung in Premiere ist ein "nachvertonte" Präsentation.


SEMINAR:

Neue preiswerte Technik für die Video-Produktion

Filmen mit einfachen MItteln

Nachdem Bilder und Filme nicht mehr großen klobigen Spiegelreflexkameras entstammen, keine schweren Leuchten mehr geschleppt werden müssen und auch die Qualität einfacher Geräte professionellen Ansprüchen genügt, ist es an der Zeit, dieses Thema auch aus der Sicht des Technischen Redakteurs aufzuarbeiten: Filmen für Anleitungen!

 

Wie und mit welchen – teils verblüffend einfachen – technischen Mitteln Sie sich in Ihre individuelle filmische Umsetzung der multimedialen Anleitung einbringen können, lernen Sie in meinen Seminaren.

 

Die Unterscheidung zwischen Fotografieren und Filmen verschwimmt, wesentliche Unterschiede finden sich nicht mehr in den eingesetzten Kameras, denn ein moderner Fotoapparat filmt auch in mindestens HD-Qualtität. Unterschiedlich ist die Lichtsetzung – bei Foto gilt nach wie vor der Blitz als angesagtes Medium, die Lichtausbeute ist enorm, weil kurz und gebündelt. Bewegtbilder leuchtet man mit Strahlern aus, die heute in der Regel mit LEDs bestückt sind. Ich experimentiere viel mit neuen LED-Leuchtmitteln, um die optimale naturgetreue Farbwiedergabe zu erreichen.

 

Ein paar der von mir dabei eingesetzten technischen Hilfsmittel sehen sie hier auf der Seite.
Vielleicht regen Sie meine Kommentare an, gleich zu buchen.



Tipps & Technik

Bild: Canon Werksfoto

Bild: Sony Werksfoto

Mit diesen Kameras arbeite ich

Sie haben schon ein DSLR – meist reicht diese alte Kamera aus!

 

Wenn Sie schon länger mit einer digitalen Spiegelreflexkamera gearbeitet haben, sollten Sie im Menü der Kamera nachschauen, ob Sie mit dieser auch filmen können. Das Format, das Sie mindestens erzeugen müssen, ist HD 1080 25p (besser 50p), also eine Filmdatei mit der Extension.mov (Quicktime-Format) oder .mp4 mit einer Bildauflösung vom 1920x1080 Bildpunkten bei einer Bildwiederholungsfrequenz von 25 (50) Vollbildern pro Sekunde.

 

Achtung: Es müssen Vollbilder sein (das sagt das „p"), sonst sehen Sie bei Bewegungen und Schwenks später einen sehr deutlichen „Kammeffekt“! Die meisten Kameras neuerer Bauart können das, die Pixelmenge des Chips liegt ohnehin höher, so dass Sie eigentlich nur einen Bildausschnitt nutzen, den aber 25 mal pro Sekunde (besser 50 mal) auf die Karte schreiben lassen. Deshalb müssen Sie hier auf eine SD-Karte aufnehmen, die mindesten Klasse 10 hat. Dann ist sie schnell genug. Aber das können heute (fast) alle Karten. „ “

 

Auch die typische Urlaubskamera passt

 

Nicht selten finden Sie auch bei diesen kleinen Kameras die eben beschriebene Möglichkeit, Filme aufzunehmen. Die Auflösung und Lichtstärke dieser kleinen Urlaubskameras ist erstaunlich gut.
Meine ersten wirklich brauchbaren Filme stammen aus einer Sony W800 Compact Camera.

 

Alle Smartphones neuerer Generation sind in der Lage, einen Film in der gewünschten Qualität aufzuzeichnen, meist können sie sogar schon mehr.

 

Nachteil beim Smartphone ist die stets verwendete Weitwinkel-Optik. Der Vorteil dabei ist klar, im Weitwinkelbereich ist das Bild ist von vorn bis hinten scharf. Inzwischen ist es auch gelungen, motorische Blenden- und Entfernungsverstellung in die flachen Smartphones einzubauen, so dass passende Software auch hier mit einem einstellbaren Schärfenbereich aufwartet. Dazu mehr weiter unten unter Software.

 

Eine pfiffige Lösung ist eine beleuchtete Handhülle, ein Ringlicht für Portraits-Fotos, leuchtet aber auch Kleinteile vor der Kamera nahezu schattenfrei ausleuchtet. Mehr zu Licht weiter unten.


Bilder: Sony Werksfotos


Spiegellose Kameras sind im Trend

 

Aus der Sony Alpha-Familie stammt die A5000, die durch die Wechseloptik allen Aufnahmebedingungen angepasst werden kann. Sie ist als Einstieg in diese Klasse einfach ausgestattet, hat nicht einmal einen Blitzschuh. Aber filmen kann sie wunderbar in HD. Ich habe meine für unter 300 Euro gekauft, das ist aber schon länger her.

 

Der Sucher lässt sich um 180 Grad umklappen, das Bild dreht sich mit, so dass es auf dem Sucher direkt über der Kamera richtig herum zu sehen ist. Im Selbstfahrerstudio ist das eine enorme Hilfe.

 

 

Wenn Sie mehr Geld anfassen möchten, nehmen Sie für ca. 500 Euro die A6000, die ab Werk mit dem gleichen Objektiv daherkommt. Sie haben dann auch einen vollwertigen Fotoapparat für den Studio-Einsatz, denn hier gibt es einen Blitzschuh und erheblich umfangreichere Software.

 

 

 

Idealer Smartphone-Partner – eine spiegel- und sucherlose Kamera

 

Nun ergänzen wir das Smartphone durch einen „richtigen Fotoapparat. Aus der Sony Alpha-Familie bietet sich als kleinstes Modell die ILCE-QX1 an, kaum größer als ein Handteller. Mit dem eingebauten W-LAN sendet sie ihr Vorschaubild an ein Smartphone, lässt sich von dort in allen Funktionen fernsteuern, eben auch zoomen. Sie speichert HD-Filmmaterial auf der eingelegten Micro-SD. Die Bildqualität ist dem Smartphone durch die möglichen Wechselobjektive deutlich voraus.

 

 

Helfer zur Beurteilung 

 

Wenn Sie im Studio mit den kleinen Sony-Kameras arbeiten, wird ihnen schnell der Blick auf dem kleinen Monitor nicht mehr ausreichen. Oft ist auch der Aufbau so komplex, dass man an die Kamera nicht mehr nah genug heran kommt. Hier hilft ein externer Monitor, den ich an die HDMI-Ausgänge der Alpha5000/6000 anschließe. Einfache 1/2-HD-Monitore sind schon für unter 100 Euro auf dem Markt, sie sind in der Regel über einen Akku betrieben, so sind sie auch für den Außeneinsatz tauglich.



Ernsthaft Arbeiten mit dem Smartphone

Aus der freien Hand gelingt kaum ein Film

 

Versuchen Sie bitte nicht, wackelfreie Bilder mit Hilfe eines eines Selfi-Stick zu filmen. Das geht nicht.
Zudem ist es mehr als leichtsinnig, ein 1000-Euro-Smartphone in eine wacklige Drahtklammer einzuspannen.

 

So verwende ich für Kamerafahrten und Schwenks stets eine Gimbal. Das ist ein motorisch angetriebenes Stabilisierungssystem, dass das eingespannte Smartphone wackelfrei in der Waage hält, aber auch motorische Schwenks flüssig und gleichmäßig ausführt. Die ersten Gimbals waren ziemlicher Schund – seit es aber eine von DJI gibt, die auch noch mit perfekter Softwaresteuerung über eine App funktioniert, mache ich draußen nur noch im Notfall Aufnahmen ohne meine geliebte Gimbal. BIs ca. 200g ist die Anschaffung erschwinglich (unter 150 Euro), für größere Kameras (s.o.) schießt der Preis dann mächtig in die Höhe.

 

Unten sitzt in der Gimbal ein Gewindeeinsatz, so dass Sie auch auf ein Stativ geschraubt werden kann und so im Selbstfahrerstudio die motorische Verstellung der Studio-Kamera übernimmt.

 

 

Mikrofon

 

Versuchen Sie nicht, mit den eingebauten Mikrofonen Ihres Smartphones oder der Kamera aufzunehmen. Das geht mit Sicherheit daneben, weil Sie stets zu weit vom Mikrofon entfernt sind. Außerdem kann man vom Sound der Mikrofone nicht viel erwarten. 

 

Versuchen Sie auch nicht, ein externes Mikrofon über diverse Zwischenstecker und Adapter an Ihre Kamera anzuschließen, Sie wollen das Gefummel mit den kleinen Steckern nicht wirklich. Knacken und Brummen werden mit aufgenommen und sind dann unauslöschbar auf Ihrem wertvollen Film.

 

Für ca. 50 Euro hat das IK Multimedia iRig Mic Lan einen anständigen Klang, gute Ausstattung mit Popschutz (Anblasgeräusche beim nahen Besprechen), kommt im kleinem Etui und mit langer Zuleitung. Praktisch ist die Buchse für ein weiteres Mikro oder einen Kopfhörer, so können Sie eine Dialogsituation aufzeichnen. Es gibt es deshalb auch gleich auch als Doppelpack für ca. 70 Euro.

 

 

Audio aufnehmen geht auch mit dem Smartphone

 

Ihr Smartphone ist ein gut geeignetes Aufzeichnungsgerät, wenn Sie die passende App einsetzen
und etwas in zusätzliche preiswerte Hardware (s.o.) investieren.

 

Eine ganze Reihe Apps sind für die verschiedenen gebräuchlichen Smartphone-Betriebssysteme inzwischen auf dem Markt; fast alle sind gut zu bedienen und nehmen präzise auf. Meine Lieblings-App ist von Rode, die Aussteuerungsanzeige ist gut ablesbar (de.rode.com)



Filmen und Filmschnitt

 

Innerhalb kürzester Zeit sind brauchbare Apps auf den Markt gekommen und sehr schnell weiterentwickelt worden. So wird das Smartphone ein ernsthafter Konkurrent der Video-Kamera.

 

Einfache Filmaufnahmen mit Filmschnitt gelingen mit kleinen Programmen aus dem AppStore wie „InShot“ (ausreichende Grundversion kostenfrei) oder „Perfect Video“ (auch kostenlos, Upgrade für 4,49 Euro bringt in der „Pro“-Version deutlich mehr Leistungsumfang). Mit „Cute Cut“ (auch kostenlos, Upgrade für 6,99 Euro ist empfehlenswert) lassen sich alle auf dem Smartphone aufgezeichneten Filme einlesen und grob schneiden. Das ist natürlich eine derbe Fummelei und nur dann zu empfehlen, wenn man weit ab vom Desktop-Rechner etwas schnell fertigstellen muss, aber genau das ist ja immer wieder unser Job.

 

Mein wirklicher Favorit ist die App „FILMIC Pro“, die ich im Doppelpack „FiLMiC Pro Camera Kit“ mit der passenden Fernsteuer-App „FiLMiC Remote“ für 18,99 Euro gekauft habe. Bitte schauen Sie sich die Features beim Hersteller selbst an (filmicpro.com/filmic-pro). Einige wichtige Möglichkeiten sind:

Grauabgleich

Zebra (Fehlbelichtungswarnung, oben und unten) einstellbar

Blende und Schärfe (!) einstellbar, das geht normalerweise nicht beim Smartphone

RGB-Histogramm und Gamma-Kontrolle

 

Und das beste ist die Fernsteuerung aus einem iPad oder einem zweiten iPhone, auf dem live das Kamera-Signal aus dem iPhone übertragen wird und alle Einstellungen vorgenommen werden können.
Dass in diesem Programm eine Schnitt-Software integriert ist, versteht sich fast schon von selbst.



Bild: Herstellerfoto

Licht – Das fehlt uns noch …

 

Wenn Sie kräftiges Licht brauchen, aber unabhängig von Ihrer Stromversorgung sein wollen, bieten sich LED-Flächenstrahler an, die in vielen Leistungsklassen auf dem Markt sind. Auch hier habe ich viele Leuchten getestet, bin bei der Firma YONGNUO fündig geworden. Die YN300 Air Pro hat eine einstellbare Farbtemperatur von 3200 K – 5500 K, ist somit auch in Verbindung mit anderen Leuchten innen und außen verwendbar. Preis ca. 36 Euro.

 

Pfiffiges Detail: Akku Typ SONY NP-F. Den gibt es in verschiedenen Kapazitäten und von vielen Drittanbietern. Das macht ihn preiswert. Alle meine Akku-Geräte nutzen diese Zellen. Ich verwende Blumax-Akkus und bin sehr zufrieden mit der Haltbarkeit der Zellen. Ladegerät inkl. zwei Akkus kosten 49,90 Euro, den Service des Importeurs habe ich getestet, er funktioniert einwandfrei.